Friseur-Handwerk im Kreis Steinfurt sieht sich gewappnet

Die Entwicklung der Corona-Krankheitsfälle ist auch im Kreis Steinfurt bedenklich und lässt bei Inhabern von Friseursalons kleine Sorgenfalten auf der Stirn entstehen. Zu lebendig ist noch die Erinnerung an den sechswöchigen Lockdown im Frühjahr, der viele der Innungsbetriebe im Friseurhandwerk an den Rand ihrer Existenz gebracht hat.

„Noch einmal schließen, würden viele Salons nicht überleben“, erklärt Obermeisterin Susanne Dorsten von der Friseur-Innung Steinfurt.

Hoffnungsvoll stimmt sie aber trotz der aktuellen Situation, dass – anders als im März – die Infektionsschutz- und Hygienevorkehrungen in den Salons jetzt auf einem ganz anderen Level sind und die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus minimiert wurden. „Dafür haben die Kollegen und ich auch viel Geld, Zeit und Arbeitskraft investiert“, erklärt sie. Um im Mai wieder öffnen zu können, mussten die Friseure eine Vielzahl von Vorschriften umsetzen, die die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zusammen mit dem Zentralverband des Friseurhandwerks auf Grundlage der Corona-Schutzverordnung des Landes entwickelt hatte. „Das Tragen von Mund- und Nasenschutz bei Mitarbeitern und Kunden sowie die konsequente Desinfektion der Hände sind eine Selbstverständlichkeit, ebenso die Einhaltung der Mindestabstände bei den Bedienplätzen und den Laufwegen. Der Aufenthalt der Kunden wird wegen der Rückverfolgbarkeit genau dokumentiert, und damit die Hygiene stimmt, ist das Haarewaschen vorher obligatorisch. Außerdem werden nach jedem Kunden der Arbeitsplatz und die Geräte desinfiziert und die Handtücher und Umhänge bei mindestens 60° Grad Temperatur gewaschen“, umreißt die Obermeisterin die wichtigsten Maßnahmen, die ergriffen werden und die auch unbedingt penibel eingehalten werden sollten. Da die Friseur-Innung und Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf die Mitgliedsunternehmen sofort über Änderungen der Corona-Schutzverordnung informiert, die für das Friseurhandwerk relevant sind, sind die Innungsfriseure bei ihren Schutzmaßnahmen immer auf dem aktuellen Stand.

Die jetzt von den Bundesländern getroffenen Schutzmaßnahmen, die vor allem auf den privaten Bereich der Menschen zielen, findet Susanne Dorsten für den Einzelnen bedauerlich, aber auch notwendig. „Vielleicht geben wir Friseure mit uns als Beispiel auch ein wenig Hoffnung, dass durch strikte Einhaltung der Schutzvorschriften und Selbstdisziplin auch in Zeiten von Corona es schöne und genussreiche Momente geben kann.“ Ihre Kunden, da ist sich die Friseurmeisterin sicher, möchten bestimmt nicht noch einmal so lange auf das Können der Friseur-Profis verzichten. Da nehmen sie auch schon einmal Einschränkungen beim Komfort in Kauf. Hauptsache die Frisur sitzt und man bleibt gesund.

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Sicherheit hat im Friseursalon oberste Priorität. Dafür haben die Friseur-salons viel investiert.